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Brief an alle Bürgerinnen und Bürger


Liebe Bürgerinnen und Bürger,


 
Sie können stolz auf sich sein! Die derzeitige Situation ist für die allermeisten von uns die bislang wohl größte Herausforderung in unserem Leben. Nicht das Verhalten der anderen, sondern der eigene Umgang mit der Situation ist entscheidend. Sie haben sich in den vergangenen Wochen an die Empfehlungen und Vorschriften gehalten. Dadurch ist es gelungen, die Zahl der Neuinfektionen erheblich zu reduzieren und die Überlastung unseres Gesundheitssystems zu verhindern. Dabei denke ich besonders auch an unsere Kinder, die weiterhin auf Kita, Schule, Spielplätze sowie Freunde und Großeltern verzichten müssen. Das belastet Kinder und Eltern gleichermaßen. Für die Besonnenheit und den Verzicht von Ihnen allen danke ich Ihnen von Herzen!

Das Jahrzehnt des Miteinanders hat begonnen


Ich habe in meiner Neujahrsansprache meine Hoffnung geäußert, dass die 2020er-Jahre zu einem Jahrzehnt des Miteinanders werden können. Schon nach wenigen Monaten lässt sich erkennen, dass wir dies schaffen können. Es ist beeindruckend, wie groß Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme in unserer Gemeinde sind. Wir haben Menschen, die der Gemeinde und anderen dabei helfen, Schutzmasken zu bekommen. In Schulen setzen Eltern und Lehrkräfte eigene digitale Lernlösungen um. Menschen gehen für ihre Nachbarn einkaufen oder telefonieren gegen die Vereinsamung und vieles mehr. Sich selbst zurücknehmen und für andere da sein – das zeichnet uns in dieser Zeit aus und dies wird der Schlüssel zum Erfolg sein. Vielen Dank dafür!

Einen „Tag X“ wird es nicht geben


Es ist sehr wichtig, dass wir uns ehrlich machen. Viele Menschen hoffen nach wie vor, dass in den kommenden Wochen oder Monaten eine vollständige Rückkehr zur Normalität möglich wird. Wir müssen uns jedoch an den Gedanken gewöhnen, dass es diesen „Tag X“ in diesem Jahr nicht mehr geben wird. Wir werden vielmehr kleine Schritte der Lockerung erleben. Doch auch erneute Verschärfungen können nicht ausgeschlossen werde. Klar ist: Wir werden weiterhin und auf lange Zeit mit Einschränkungen leben müssen – bis es gelingt, Sie mit einem Impfstoff zu versorgen.
 
Diese Vorstellung tut weh und zugleich ist sie notwendig. Die unerfüllte Hoffnung auf einen schnellen Alltag würde zu Enttäuschungen führen. Es wäre für uns alle im wahrsten Sinne des Wortes gefährlich, wenn die Akzeptanz für die Maßnahmen bröckeln würde. Niemand kann derzeit verlässliche Aussagen oder Prognosen anbieten. Ungewissheit sind wir nicht gewohnt. Nun ist jedoch die Zeit, mit ihr zu leben und sie auch zu akzeptieren.

Wirtschaftliche Folgen für die Gemeinde


Ebenso müssen wir uns an den Gedanken gewöhnen, dass die negativen wirtschaftlichen Folgen für unsere Gemeinde in den nächsten Jahren spürbar werden. Der Schaden lässt sich noch nicht abschätzen. Klar ist aber, dass wir anstehende Investitionen noch bewusster abwägen werden. Dies kann auch Maßnahmen betreffen, die in der Vergangenheit bereits versprochen wurden. Hier gilt es für uns, abzuwarten und uns zugleich vorzubereiten. Das Motto wird daher finanzpolitisch lauten: Erst die Pflicht und dann die Kür.

#KernenHältZusammen


Liebe Bürgerinnen und Bürger, egal wie lange diese entbehrungsreiche Zeit dauert: Wir meistern sie, wir nehmen Rücksicht und halten zusammen. Wir genießen auch in dieser Zeit das Leben so gut es geht und sind dankbar für das, was wir haben. Bleiben Sie am Ball, bleiben Sie gesund!
 

Herzliche Grüße
Ihr Benedikt Paulowitsch
Bürgermeister

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